Winterbegehung im Sommer

Unser Berggipfel, der Schneebige Nock, hat seinem Namen alle Ehre gemacht. Aber von Anfang an. Am letzten Augustwochenende haben wir uns auf den Weg nach Südtirol gemacht. Wir, das sind Diana, Moni, Gini, Robsi und Biwi. Unser Ziel war die Kasseler Hütte in der Rieserferner Gruppe.

Los ging‘s Freitagmittag. Das Wetter in Freising war gut. Leider war auf der Autobahn sehr viel los, so dass wir nur langsam vorankamen. Laut Navi wäre es vier Stunden Fahrt gewesen. Tatsächlich waren es dann sechs Stunden. Aber Diana hatte das gut vorbereitet und uns erst gegen 20 Uhr zum Abendessen angekündigt. Somit war am Brenner noch Zeit für einen ersten Cappu / Espresso und a Dolce.

Um 18 Uhr waren wir dann in Rein in Taufers und nach zwei Stunden Aufstieg pünktlich um 20 Uhr auf der Hütte. Das Wetter beim Aufstieg war noch gut. Noch besser war das Abendessen. Kulinarisch wurden wir in den drei Tagen auf der Hütte absolut verwöhnt. Alle waren sehr freundlich, vor allem Silvia, unsere Hüttenwirtin. Wir hatten zu fünft ein 8-Bettzimmer, so dass wir noch genügend Stauraum für unsere Ausrüstung hatten.

 

Unser Gipfelziel am Samstag war der Schneebige Nock auf 3358m. Das Wetter war nicht mehr ganz so freundlich. Unser Gipfel hatte sich hinter vielen Wolken versteckt. Die Hütte liegt auf 2273m. Im Aufstieg zum Gipfel waren es dann um die 1100 hm. Anfangs hatten wir noch einfache Wege, später dann Blockgelände und kurz vor dem Gipfelgrat noch ein Gletscherfeld. Der Aufstieg war mit Wegmarkierungen und Steinmännchen gut gekennzeichnet. Leider wurde das Wetter nicht besser. Im Gegenteil. Es schneite und wir hatten frischen Neuschnee.
Über Fernerköpfl und Frauenköpfl ging es dann zum Magerstein. Hier hatten wir im Abstieg noch eine Abseilstelle. In bestem Powder ging es dann am Gletscherrand bergab. So macht auch ein Gletscherhatscher Spaß. Die Hütte erreichten wir nach knapp 11 Std, 12 km und 1300 hm.

Am nächsten Morgen war das Wetter noch schlechter. Das geplante Ziel, der Hochgall, musste ausfallen. Wir warteten dann bis sich das Wetter einigermaßen gebessert hatte und gingen dann auf den 12er Nock. Dazu mussten wir erst wieder bis auf 2100m absteigen, bevor es dann einen Steig wieder bergauf ging. Das Wetter war stabil und wir hatten eine schöne Wanderung (5 Std, 10 km und 770 hm).

Montag ging es dann wieder Richtung Heimat Speck kaufen in Viums fiel aus, da sich der Verkehr im Pustertal staute. Aber in Sterzing gab es dann noch Pizza und Pasta im Gasthof Hubertus, so dass wir auf der Rückreise nicht hungern mussten. Ein herzlicher Dank geht an Diana für die gute Organisation und Planung und an Gini und Robsi fürs Fahren.

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