Hochvogel – ein Berg zerbricht

Mittwoch, 20.03.2024
um 19:00 Uhr
im Ottosaal
Seilerbrücklstraße
3, 85356 Freising

Der Eintritt ist frei!

Johannes Leinauer berichtet über die Vorhersage von Naturgefahren im Einfluss des Kimawandels am Beispiel des Hochvogels in den Allgäuer Alpen.

Der Berg ruft nicht mehr, er kommt inzwischen selbst ins Tal: Die Katastrophenmeldungen häufen sich. Zuletzt der Gletscherabbruch an der Marmolada in den Dolomiten mit elf toten Bergsteigern, oder vor einigen Jahren , als ein Teil des Piz Cengalo in Graubünden mit verheerenden Folgen ins Tal stürzte. Auch in den Allgäuer Alpen wird ein gigantischer Felssturz erwartet: am Hochvogel.

Der Gipfel des 2.592 Meter Berges droht auseinanderzubrechen, ein riesiger Felsspalt klafft im Gestein. Die Hälfte des Gipfels mit bis zu 260.000 Kubikmeter Fels wird irgendwann ins Tal stürzen. Eine besorgniserregende Entwicklung, wie sie inzwischen überall in den Bergen registriert wird. Das Auftauen der Permafrostböden nimmt in den Alpen signifikant zu. Felsen zerbröseln, Gletscher verschwinden, einst zusammengehalten vom Klebstoff der Berge, dem Frost.

Der Referent, Johannes Leinauer ist Doktorand am Lehrstuhl für Hangbewegungen an der TU München und seit Jahren mit der wissenschaftlichen Überwachung dieses Berges befasst.

Neben der Lehre und verschiedenen Projekten (DAV-Hütten, DAV Klammen, in Norwegen oder am Cotopaxi in Ecuador) liegt der Fokus seiner Arbeit auf dem Hochvogel. Hier geht es um die Überwachung von Klimawandel-induzierten Naturgefahren und die Zuverlässigkeit von Überwachung und Vorhersage.

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