Berichte aus dem Kletterleben

Kunterbunt im Waldkletterpark Oberbayern

 

Wackelige Seile, Bretter und Fässer hatte die inklusive Klettergruppe kunterbunt gegen die festgeschraubten, unbeweglichen Griffe in der Kletterhalle des DAV Freisings eingetauscht.

Ausgerüstet mit festem Schuhwerk, einem Komplettgurt mit zwei Sicherungs-Karabinern, Helm und Handschuhen ging es nach der Einführung über zwei sehr anschauliche Videoclips und der Hilfe des kompetenten und freundlichen Teams vor Ort in die Einführungsroute des Waldkletterparks Oberbayern in Jetzendorf. Zu Beginn wurde jedem Teilnehmer die Funktion der technischen Ausrüstungen gezeigt. In der ersten Route wurde das dann auf niedriger Höhe ausprobiert. Ähnlich einem Klettersteigset mussten beim Wechsel von einem Sicherungsseil zum nächsten immer beide Karabiner nacheinander aus- und wieder eingeklippt werden. Nur wenn der erste sicher geklippt war, ließ sich der zweite öffnen. Routen gab es ausreichend für die Kinder und Jugendlichen – gestuft nach der Körpergröße und dann noch zum Teil nach dem Alter der Benutzer. Auch die Höhe und Schwierigkeiten waren unterschiedlich. So konnte jeder nach seinem Wohlgefühl durch die Bäume turnen. Dazwischen wurde immer wieder über Seilbahnen abgefahren. Für die Kinder und Jugendliche und auch die Eltern war das Bezwingen der Strecken teilweise eine große Herausforderung. Aber die zur Sicherheit zum Abseilen im Park verteilten Helfer mussten nicht in Anspruch genommen werden. Der allgemeine Tenor nach einer stärkenden Brotzeit an einem der zahlreichen, verteilten Tische war der Wunsch, das regelmäßig zu machen.

Juni 2022 SB

Trainingsintensität erhöht – Klettern ab sofort samstags

Im November 2020 kam der zweite Lockdown, die Kletterhalle musste wieder schließen. Wir trafen uns teilweise regelmäßig zumindest online, um etwas Kontakt zu halten und uns meist etwas sportlich zu betätigen.

Anfang Juni trafen wir uns noch am Trimmpfad, um gemeinsam etwas zu unternehmen zu können – mit dem entsprechenden Sicherheitsabstand an der frischen Luft zumindest. Mitte Juni konnte endlich wieder in der Halle geklettert werden.

Nach der langen Hallenschließung wegen des Lockdowns war bei allen der Trainingsfleiß sehr groß.  Bisher ging es alle zwei Wochen zum Klettern in der Halle, immer abwechselnd freitags und samstags. Das war einigen zu wenig. Es kam der Wunsch auf, die Lücken zwischen den Kletterterminen mit Bouldern aufzufüllen.  Eine feste Trainingszeit zum Bouldern unter der Woche klappte leider nicht, da die Abende schon von anderen Gruppen bzw. vielen privaten Kletterern stark frequentiert werden.

Die Lösung war ein Termin am Freitag – ab sofort ist kunterbunt also freitags von 16.30 bis 18 Uhr beim Bouldern zu finden – wenn in derselben Woche kein Klettertermin ansteht.

Aufgrund der Empfehlung der Kontaktreduzierung haben wir beschlossen, ab sofort die Klettertermine bis auf weiteres nur noch samstags stattfinden zu lassen.  Das heißt, wir sind  14-tägig samstags von 10 – 12 Uhr beim Klettern, dazwischen freitags von 16.30 – 18 Uhr Bouldern.

November 2021 SB

 

kunterbunt in 2020

Nachdem es wegen der Corona-Pause sehr ruhig um die Gruppe geworden ist, haben wir uns um so mehr gefreut, dass unter Auflagen wieder Gruppenaktionen möglich werden.

So haben wir uns schon einmal zum Klettern in der Halle getroffen – mit dem nötigen Sicherheitsabstand, Mundschutz und Liquid Chalk natürlich.  Alle waren voll motiviert und haben nichts verlernt.

Die zweite Aktion war ein Ausflug gemeinsam mit den Eltern. Im Vorfeld hörte man Berichte über Staus, überfüllte Parkplätze und viel zu viele Menschen am Berg. So entscheiden wir uns, unsere Zeit besser zu nutzen und kein spektakuläres Bergziel anzusteuern. Viel wichtiger war uns, endlich wieder gemeinsam etwas zu unternehmen. So blieben wir in Freising. Zu Fuß ging es von der Halle in den Wald am Weihenstephaner Hang. Dort lernten die Kinder und Jugendlichen das Abseilen kennen, vielfach bewundert von Passanten. Außerdem waren zur Erkundung des Waldes noch einige Aufgaben zu erfüllen – gestattet war die Mithilfe von allen Familienmitgliedern. So mussten möglichst viele verschieden Baumarten entdeckt, fotografiert und bestimmt werden. Ebenso zu suchen waren Sträucher und Insekten und sogar Säugetiere und Vögel wurden gesichtet.

Als Zusatzaufgabe für die Künstler unter uns galt es, diesen wundersamen verschlungenen Baum abzuzeichnen oder aber ein landart-Kunstwerk zu kreieren, vor allem der eigene Name wurde mehrfach mit Naturmaterialien gestaltet.

Anschließend wanderten wir zum Bräustüberl weiter, wo die Ereignisse zusammengefasst und die Kunstwerke entsprechend gewürdigt wurden. Erfreulicherweise ergatterte jeder Teilnehmer bei der „Preisverleihung“ einen süßen Preis. Danach gab es endlich Mittagessen und frisch gestärkt ging es zu Fuß zurück zur Halle.

Es war schön, zu beobachten, wie Kinder und Jugendliche, aber auch wir Erwachsene, es genossen, endlich wieder zusammen etwas zu unternehmen. Es hat uns allen sehr gefehlt! Viele berichteten von ihren unterschiedlichen Erfahrungen mit Corona und dem Lock-down und wie es ihnen mit der Beschränkung ergangen ist.

Im Winter versuchten wir uns dann auch mit online-Treffen.

Leider stellten wir in diesem denkwürdigen Jahr entgegen des Trends zur vermehrten Nutzung digitaler Medien und Vernetzung fest, dass wir keine online-Gruppe sind und fiebern deshalb den Treffen in natura entgegen.

Trotz der wenigen Kletterterminen in diesem Jahr und diverser Neuzugänge stellten wir einen engen Zusammenhalt fest und eine große Freude am gemeinsamen Training.

So viel zum letzten Jahr!

Januar 2021 Sabine Besl

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